So war es mal so weit.
Die alte Kette meiner SV hatte ihren Zenit erreicht (sogar schon überschritten) und musste gewechselt werden.
Also schnell zur Tante L. gefahren und eine neue Kette gekauft – leider gab und gibt es dort nur Endlosketten (also Ketten, die schon komplett vernietet waren).
Kein Problem, dachte ich, baue ich halt kurz die Schwinge raus und ziehe die neue Kette drauf.
Das soll sich noch als großer Irrtum herausstellen.
So hat die SV einige Probleme, die das Aufziehen einer Endloskette erschweren:

  1. Man muss zum Ausbau der Schwinge den Krümmer und das Federbein ausbauen
  2. Die SV hat keinen Hauptständer
  3. Die SV ist hinten schwerer also vorne

So benötigte ich eine Leiter, die ich so aufstellte:
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Vorne stemmte ich das Bike mit einem Ständer für das Lenkkopflager hoch.
Nun waren die Probleme eins und zwei beseitigt.
Ich baute nun die Schwinge aus, was auch wieder nur mit Spezialwerkzeug (einem sog. Nutmutternschlüssel) funktionierte und habe gedacht, dass es damit erledigt sei, leider lässt sich die Schwinge beim Ausbau der Schwingenachse nicht weit genug herausziehen, um die Kette einzufädeln.
So musste ich nun den gesamten Krümmer mitsamt Endtopf und das Federbein ausbauen.
Schlussendlich, nach einigen Stunden Arbeit habe ich dann also alles ausgebaut und das neue Kettenrad, Ritzel und die neue Kette einbauen können.
Fertig mit der Arbeit, nur noch zusammen bauen.
Nun habe ich eine neue Kette, viel Öl an den Händen, die Maschine ist dreckig und muss gewaschen werden… und das alles wegen einer Kette.
Das nächste Mal werde ich einfach eine offene kaufen 😉